Mit dem Zug zur EASST Konferenz 2022 – Ein Erfahrungsbericht erschienen im aktuellen EASST Review

Im Juli dieses Jahres nahm das TRANSFORM-Projektteam an der EASST Konferenz 2022 in Madrid teil (zum News-Beitrag). Einige der teilnehmenden Wissenschaftler:innen aus Europa wählten für die Reise nach Madrid eine nachhaltigere Alternative zum Fliegen – die Reise mit dem Zug. Unter den Zugreisenden war auch Tobias Held vom TRANSFORM-Projektteam.

In der aktuellen Ausgabe des EASST Review ist ein Artikel zum Thema „Flyingless Conferencing“ erschienen (Link siehe unten), in dem Tobias zusammen mit anderen zugreisenden Konferenzteilnehmer:innen über ihre Erfahrungen und die Vorzüge einer Zugfahrt zu wissenschaftlichen Konferenzen diskutiert und reflektiert.

Ashall, Held, Laser, Mewes, Ojala, Schulte-Roemer, Smith, Tutton, Zambach (2022). Fieldnotes on FlyingLess Conferencing. EASST Review, 42 (2).

Die Publikation ist hier abrufbar. Der betreffende Artikel ist auf Seite 23 zu finden.      

TRANSFORM bei der IÖR-Jahrestagung (21. – 23. September 2022)

Die diesjährige Jahrestagung des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) steht unter dem Titel „Raum & Transformation: Lebenswerte Zukünfte“. Zentrale Fragen dabei sind: Wie könnten unter den aktuellen Bedingungen mögliche Zukünfte aussehen, die wir als „lebenswert“ erachten? Welche transformativen Kapazitäten werden benötigt, um diese zu realisieren?

An diesen spannenden Fragestellungen wird sich auch TRANSFORM beteiligen. Am Freitag, den 23. September, werden unsere Projektmitglieder Felix Schneider (Görgen & Köller GmbH), Sophie Kaiser (KIT/ITZ) und Tobias Held (KIT/ITZ) in einer Session zum Thema Reallabore einen Kurzvortrag mit dem Titel „Innovation Labs als Experimentierräume für integrative Transferprozesse an deutschen Hochschulen“ halten. Anhand einer empirischen Fallstudie über neun Innovation Labs an Hochschulen in Deutschland werden relevante Erfolgsfaktoren sowie Handlungsempfehlungen für den Einsatz von Innovation Labs als Plattformen für die Integration von Wissenschaft und Gesellschaft vorgestellt. Die Inhalte des Vortrags sind bereits in unserem Diskussionspapier Nr. 03 veröffentlicht und hier einsehbar.

Weitere Informationen und Programm der IÖR-Jahrestagung: https://jahrestagung.ioer.info/

 

Start der TRANSFORM Diskussionspapierreihe

In unserer TRANSFORM Diskussionspapierreihe veröffentlichen wir seit Juli 2022 Beiträge und Ergebnisse aus dem Projekt. Bisher sind drei Diskussionspapiere erschienen, welche unter „Publikationen“ zu finden sind:

Im ersten Diskussionspapier (Wissenschaft für eine große Transformation. Herausforderungen auf dem Weg zum transformativen Institut) widmen sich Alexandra Hausstein (KIT/ITZ), Tobias Held (KIT/ITZ) und Sophie Kaiser (KIT/ITZ) den Herausforderungen für eine Integration von Wissenschaft und Gesellschaft. Hierbei wird Transformative Wissenschaft als eine Möglichkeit vorgestellt, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Im zweiten Diskussionspapier ("From Lab to Tab" – eine empirisch gestützte Typologie von Innovation Labs in Deutschland) entwickeln Tobias Held, Sophie Kaiser, Felix Schneider (Görgen & Köller GmbH) und Alexandra Hausstein eine Typologie für Innovation Labs an Hochschulen in Deutschland, um einen Überblick über die unterschiedlichen Typen von Innovation Labs zu ermöglichen.

Im dritten Diskussionspapier (Innovation Labs an Hochschulen in Deutschland. Relevante Erfolgsfaktoren für integrative und transformative Transferprozesse) erarbeiten Tobias Held, Sophie Kaiser, Felix Schneider und Alexandra Hausstein, basierend auf einer empirischen Falluntersuchung von Innovation Labs an Hochschulen in Deutschland, relevante Erfolgsfaktoren sowie Handlungsempfehlungen für den Einsatz von Innovation Labs als Plattformen für die Integration von Wissenschaft und Gesellschaft.

 

Rückschau TRANSFORM bei der EASST Konferenz 2022 in Madrid

Mit dem Konferenzthema „Politics of Technoscientific Futures” adressierte das Organisationsteam der EASST 2022 Anfang Juli Themen- und Fragestellungen, die mögliche Chancen aus vergangenen sowie anhaltenden Krisen für techno-politische Transformationen diskutieren sollten: Können wir die dramatische Reduzierung der CO2-Emissionen aufrechterhalten, die wir auf dem Höhepunkt der Pandemie erlebt haben? Können Wissenschaftler:innen den öffentlichen Optimismus aus Impfstoffdurchbrüchen nutzen und dabei helfen, Projekte der bioökonomischen Transformation schneller umzusetzen? Wird diese neue Perspektive die Finanzierung und Schaffung von mehr öffentlichen Gütern, wie vergrößerten öffentlichen Grünflächen und Fahrradinfrastrukturen, legitimieren?

Die STS-Community sah sich bei dieser Konferenz einer Analyse der Möglichkeiten und soziotechnologischen Bedingungen für eine bessere Zukunft verpflichtet und lud Wissenschaftler:innen zu einem internationalen Event für einen Austausch, kritische Diskussionen sowie Reflexionen in die spanische Hauptstadt ein.  

Das TRANSFORM-Projektteam nutzte die Möglichkeit, um mit einer internationalen Forschungs-Community über u. a. drängende Aspekte bei der Umsetzung einer Transformativen Wissenschaft und partizipative Formen von Innovationsprozessen in den aktiven Austausch zu treten. Hierbei präsentierten Sophie Kaiser (KIT/ITZ), Tobias Held (KIT/ITZ), Alexandra Hausstein (KIT/ITZ) sowie Felix Schneider (Görgen & Köller GmbH) Ergebnisse der TRANSFORM-Studie „Innovation Labs als Experimentierräume für integrative Transferprozesse an deutschen Hochschulen“ mit Kurzvorträgen sowie anschließenden Diskussionen in zwei thematischen Sessions. Im aktiven Austausch wurden Barrieren, Gefahren sowie vielversprechende Handlungsoptionen für integrative Wissens- und Technologietransferprozesse im universitären Kontext diskutiert. Auch wenn Innovation Labs im Kontext einer immer populärer werdenden Reallabor-Forschung positive Resonanzen erzeugen, teilten die anwesenden Forschenden den Aspekt, dass die Praxis einer experimentellen Partizipation für Zwecke der Legitimierung von Innovation häufig oberflächlich ist. Formate und Methoden für eine angemessene Reflexion über Entwicklungsverläufe experimenteller Praktiken seien wünschenswert.

Das TRANSFORM-Projektteam möchte sich an dieser Stelle nochmals herzlich für die Möglichkeit der Teilnahme bei allen Panel-Verantwortlichen der EASST 2022 bedanken!

Weitere Informationen zur Konferenz und zum Programm sind hier abrufbar.

 

Rückschau – TRANSFORM bei der Tagung „Nachhaltig wirken: Reallabore in der Transformation“ in Karlsruhe

Vom 2. bis 3. Juni 2022 lud das Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel (KAT) in Kooperation mit dem Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit zu einer zweitägigen Tagung zum Thema Reallabor-Forschung. In 20 thematischen Sessions und 17 Workshops wurden theoretische, methodische sowie praktische Aspekte der Reallabor-Forschung diskutiert. Ziel der Tagung war es, einen Zwischenstand des noch jungen Forschungsfelds abzubilden und über bisherige Erfahrungen und zukünftige Perspektiven zu reflektieren. 

Auch das TRANSFORM-Projektteam beteiligte sich aktiv an einer Reflexion über Formen der partizipativen Forschung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft. Die Tagung bot eine willkommene Gelegenheit, um die in TRANSFORM betrachteten Themen- und Fragestellungen in Diskussionen und Reflexionen über gesammelte Erfahrungen einzubringen. 

Alexandra Hausstein (KIT/ITZ) eröffnete zusammen mit Bettina-Johanna Krings (KIT/ITAS) in einem Begleitformat einen Diskussionsraum, welcher sich dem Thema „Wissen, Inspiration und Mut – Brauchen wir neue Lehrformate im Rahmen der Transformationsforschung?“ widmete. Zusammen mit Studierenden des Studiengangs Wissenschaft-Medien-Kommunikation waren Tagungsteilnehmende dazu eingeladen über neue Formen der Lehre zu diskutieren, die den Zielen und Ansprüchen einer Transformativen Wissenschaft gerecht werden.

Sophie Kaiser (KIT/ITZ), Felix Schneider (Görgen & Köller GmbH), Tobias Held (KIT/ITZ) und Alexandra Hausstein stellten in einer Session über Beteiligungsformen Ergebnisse einer von TRANSFORM erarbeiteten Studie zum Thema „Innovation Labs als Experimentierräume für integrative Transferprozesse an deutschen Hochschulen“ einem breitgefächerten Fachpublikum vor. Anhand einer empirischen Fallstudie über neun Innovation Labs an Hochschulen in Deutschland, nennt die Studie relevante Erfolgsfaktoren sowie Handlungsempfehlungen für den Einsatz von Innovation Labs als Plattformen für die Integration von Wissenschaft und Gesellschaft. In einer kurzen Feedback- und Diskussionsrunde im Anschluss an den Kurzvortrag wurden insbesondere die Hemmnisse von institutionellen Abhängigkeiten im universitären Kontext betont, welche der Weiterentwicklung von Transfereinrichtung im Wege stehen. Stimmen aus dem Publikum bekräftigten dahingehend die Notwendigkeit von gestalterischem Mut und der Lust an experimentellen Formaten.

Das TRANSFORM-Projektteam möchte sich an dieser Stelle nochmals herzlich für die Möglichkeit der Teilnahme bei den Kolleg:innen vom KAT bedanken!

Ein offizieller Tagungsrückblick ist hier aufrufbar.

 

Rückschau  Darmstädter Tage der Transformation 2022

Im Rahmen der Darmstädter Tage der Transformation (DTdT) haben unsere Projektmitglieder Andreas Gerdes (KIT Innovation Hub) und Elke Sieber (sieber | wensauer-sieber | partner) den digitalen Workshop "Transformation zu einer resilienten Infrastruktur" durchgeführt. Das Thema des Workshops am 15. März 2022 drehte sich um unsere Transform-Projektthemen:

Haben wir den Kipppunkt zum Substanzverlust schon überschritten?

Der Substanzerhalt und die Fortschreibung unserer öffentlichen Infrastruktur sind als Rahmenbedingungen für gute Lebensverhältnisse der Menschen und als Standortfaktor für unsere Wirtschaft von zentraler Bedeutung. Diese Aufgabe als Daseinsvorsorge nehmen insbesondere Kommunen wahr. Vor allem bei der öffentlichen Hand als Auftraggeberin muss ein Bewusstseinswandel von Erstellungs- hin zu Lebenszykluskosten erfolgen. Im Format der Foresight Innovation Communities werden innovative Möglichkeiten für „Kommunen als Transformationstreiber“ und für „Werkstoffe der Bautransformation“ vertieft erörtert.

Zielgruppe sind Akteur*innen entlang der Wertschöpfungskette Bau, also Kommunen, Verwaltungen, öffentliche Unternehmen, Industrie, Bauwirtschaft, Planungsbüros, Handwerk, Unternehmen des Baustoffrecyclings, Wissenschaft, Bauherren, Interessierte.

Weitere Infos zum Workshop finden Sie hier.